Dr. Schumann "Menschenrecht auf Bildung"

 

Frau Dr. Brigitte Schumann zeichnet ein umfassendes Bild unserer Bildungsgeschichte seit über 200 Jahren bis heute, das erst deutlich macht, warum unser Bildungssystem so ist, wie es heute ist, und erläutert dann ausführlich, warum das Recht auf Bildung das Menschenrecht auf inklusive Bildung bedeutet.

 

Das Menschenrecht auf Bildung –

 

Herausforderung und Chance für Deutschland

 

Brigitte Schumann

 

 Drei Merkmale sollen als Leitmotive deutscher Bildungsgeschichte herausgearbeitet werden: der ideologische Kampf gegen eine Schule für alle, die Aussonderung der Armen und Behinderten und die Vererbung von Bildung.

 Vor diesem Hintergrund wird die These nachvollziehbar, dass die Umsetzung der UN- Menschenrechtskonvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen – von der Vollversammlung der Vereinten Nationen im Dezember 2006 verabschiedet und von der Bundesregierung im Dezember 2008 ratifiziert – als ganz besondere Herausforderung für Politik, Gesellschaft und Schule in Deutschland verstanden werden muss.

 Die völkerrechtlich verbindlichen und unmissverständlichen Forderungen der Konvention enthalten zugleich die Chance, die traditionell starken politischen und gesellschaftlichen Abwehrkräfte gegen eine tiefgreifende Schulstrukturreform in Deutschland mit Hilfe einer demokratischen Schulbewegung zu überwinden.

 Die zentrale Forderung  nach einem inklusiven Schulsystem eröffnet unter bestimmten zivilgesellschaftlichen Voraussetzungen eine bildungspolitische Transformationsperspektive für ein eingliedriges System, die es bislang trotz der erdrückenden empirischen Beweislast gegen das bestehende selektive Schulsystem so nicht gab.

 

 

Ausgewählte Literatur

 

Hänsel, D./ Schwager, G.: Die Sonderschule als Armenschule. Vom gemeinsamen Unterricht zur

Sondererziehung nach Braunschweiger Muster. Bern 2004

Hänsel, D.: Die NS-Zeit als Gewinn für Hilfsschullehrer. Bad Heilbrunn 2006

Jungmann, Ch.: Die Gemeinschaftsschule. Konzept und Erfolg eines neuen Schulmodells. Münster

2008

Jungmann, Ch.: Erblasten der Schulstrukturdebatte. Bildungsverständnis und Schulstrukturdiskussion

in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert. In: PÄDAGOGIK 2/2009, 44-48

Merkle, T./ Wippermann, C. : Eltern unter Druck. Selbstverständnisse, Befindlichkeiten und Bedürfnisse

von Eltern in verschiedenen Lebenswelten. Eine sozialwissenschaftliche Untersuchung von Sinus Sociovision im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V., Stuttgart 2008

Schumann, B.: Inklusion statt Integration – eine Verpflichtung zum Systemwechsel. Deutsche Schulverhältnisse auf dem Prüfstand des Völkerrechts. In: Zeitschrift PÄDAGOGIK 2/2009, 51-53

Seifert, W.: Bildungsmobilität: Wie weit fällt der Apfel vom Stamm?

In: Statistische Analysen und Studien. Bd. 24. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik 2005, 3-

11

Vierlinger, R.: Steckbrief Gesamtschule. Böhlau Verlag Wien, Köln 2009

Wößmann, L./ Piopiunik, M.: Was unzureichende Bildung kostet. Eine Berechnung der Folgekosten

durch entgangenes Wirtschaftswachstum. ifo-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität

München im Auftrag der Bertelsmann Stiftung 2009

 

Quelle: http://www.ev-akademie-boll.de/fileadmin/res/otg/501909-Schumann.pdf

Mit freundlicher Genehmigung der Autorin

 
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