Lernen

Lernen braucht Zeit.

 

Lernen ist individuell.

 

Jeder braucht seine Zeit,

 

jeder bestimmt selbst,

 

wann was gelernt wird.

 

So sieht aktives Lernen

in liebevoller Gemeinschaft aus: 

 


 ... und so sollte es im Prinzip

ein Leben lang möglich sein!

 Denn dann passiert im Kopf das,

was hier unten zu sehen ist.

Synapsen

So sieht nachhaltiges Lernen im Gehirn aus!

Man sieht zwei verschieden gut ausgebildete Nervenverbindungen (Synapsen):
es gibt ca. 1015 (1 000 000 000 000 000) !!! davon, die untereinander mit jeweils 10000 bis 20000 Synapsen anderer Zellen verbunden sind!


Ein unvorstellbar großes und leistungsfähiges Netzwerk,

das sich ein Leben lang verändert!

links: die rote Synapse ist normal einfach ausgebildet, ein ankommender elektrischer Nervenimpuls wird chemisch über die Verbindungsfläche an die unten liegende weiße Nervenzelle ( es gibt ca.100 Milliarden im ganzen Gehirn) übertragen.
rechts: die Verbindungsfläche zwischen der roten Synapse und der weißen Nervenzelle ist deutlich größer, ein ankommender Nervenimpuls kann deshalb viel besser übertragen werden, die Flächenvergrößerung beruht auf häufigerer Benutzung, hier wurde tatsächlich nachhaltig gelernt!
Nachhaltiges Lernen verändert und prägt also das Gehirn!
Dieses Grundprinzip des Lernens verändert und prägt jedes Gehirn individuell nach den jeweils häufig gemachten ganz persönlichen Erfahrungen, es bestimmt die Vernetzungsstruktur des Gehirns, die wiederum Lernen, Handlungsfähigkeit und  Persönlichkeit gemeinsam mit den individuellen Erbanlagen individuell bestimmt.

Jedes Gehirn ist anders,

weil jeder Mensch anders ist und anders lebt,

deshalb lernt auch jeder auf seine individuelle Weise!

 

 

Muss Schule anders werden? Was können wir tun?

 

Lernen darf nicht als "zielgleiches" Lernen

im Gleichschritt mit 20 oder 30 anderen Kindern organisiert sein!

In allen Schulen und allen Altersstufen muss

"zieldifferentes" Lernen (eigene Ziele und Lernwege)

für jedes Kind / jeden Jugendlichen möglich sein,

weil jedes Kind anders ist, sein Anderssein respektiert und

als individuelles Menschenrecht geachtet werden muss!

 

Individuelle Begabungen individuell fördern!

 

Falsches Lernen für falsche Noten abschaffen!

 

Kinder, Lehrer, Eltern und wir alle

wären glücklicher und erfolgreicher!

 

Czerny

 


 

 

Warum das so ist und wie wir das ändern können:


Diese Tatsachen muss jeder wissen:

  • Jeder Mensch,  sein Gehirn und sein Lernen sind einzigartig.
  • Schon die Wahrnehmung der Welt durch die Sinneseindrücke ist selektiv (auswählend), eine Rekonstruktion durch das Gehirn, das in Abhängigkeit von Erfahrungen und Vorwissen die Eindrücke zu unserem Bild von der Wirklichkeit, das uns als objektive Wirklichkeit erscheint, zusammenfügt .
    Prof. Singer: Optische Täuschung
  • Wie das Gehirn funktioniert (siehe den Beitrag "Das Gehirn"), was es gespeichert, gelernt hat und was es für Reaktionen, Handlungen steuern kann, liegt nur an der durch Erfahrungen geprägten Verbindungsqualität der Verschaltungsstruktur/ Vernetzung  der 100 Milliarden Nervenzellen, die jeweils über Synapsen mit 10000 bis 20000 anderen Gehirnzellen verbunden sind, ein unvorstellbar großes Netz mit unvorstellbaren Möglichkeiten.

  • Weil jeder Mensch andere Erbanlagen hat und in einer ganz persönlichen Beziehungsumwelt lebt, ist jedes Gehirn anders geprägt und vernetzt.
  • Lernen ist am nachhaltigsten mit möglichst vielen Sinnen, je nach Lerntyp sollte man seine besten Aufnahmekanäle fördern und nutzen. 
  • Lernen muss weitgehend selbstbestimmt sein.
  • Lernen sollte mit Begeisterung geschehen, damit das Belohnungssystem im Gehirn anspringt und ein sich selbst erhaltendes Lernen entsteht.
    Prof. Hüther: "Lernflow" Prof. Hüther: "Lernflow" Gefuehl Lernen2
  • Lernen geschieht von Mensch zu Mensch in Abhängigkeit vom Alter in sehr unterschiedlichem Lerntempo: in der Grundschule bis zu fünfmal schneller oder langsamer, bei Erwachsenen bis zu neunmal.
  • Es gibt verschiedene Formen von Intelligenz, die alle wichtig sind.
  • Lernen geschieht abhängig vom Entwicklungsstand des Einzelnen, der enorm unterschiedlich sein kann:    z. B. bei 13Jährigen ein Entwicklungsalter zwischen 10 und 16 Jahren.
  • Lernen geschieht in sehr großem Umfang auch unbewusst, weshalb die möglichst in jeder Hinsicht positive Gestaltung von Lernumgebung und Lernsituation besonders wichtig ist.
  • Lernen ist abhängig von der Variabilität der individuellen Begabungen für sehr verschiedene Fähigkeiten, die sehr unterschiedlich ausgeprägt sind. 
  • Lernen und die Anwendungsmöglichkeit des Gelernten sind abhängig von Vorbildern, positiven Gefühlen und Beziehungen zu anderen Menschen.
    Royston Maldoom: "Streckt Euck" Royston Maldoom: "Streckt Euch Tanz"


Was ist Lernen? Potenzialentfaltung!

Bestimmt nicht fremdbestimmtes Pauken für die nächste Klassenarbeit oder den nächsten Test!  Sondern …

Lernen, wie das Gehirn funktioniert: vernetzt, ganzheitlich, nachhaltig, dadurch, dass mit möglichst vielen Sinnen Erfahrungen gemacht werden, die durch häufigen Gebrauch zu Verstärkungen an den Verbindungsstellen der Nervenzellen, den Synapsen, führen.

Lernen, was für jeden Einzelnen wichtig ist, mit seinen bisherigen Erfahrungen und seiner ganzen Persönlichkeit verknüpft ist und seinen jeweiligen Fähigkeiten, Interessen und seinem Entwicklungsstand übereinstimmt.

Lernen, das nicht behindert oder sogar verhindert wird: durch Ängste, Fremdbestimmung und Über- oder Unterforderung.

 

Prof. Schüssler erläutert, wie

nachhaltiges Lernen geht

und wirklichen Lernerfolg bringt

Lehren als Lernbehinderung,

das ist der Alltag des Lernens

Ulrike StedtnitzInterview mit Ulrike Stedtnitz:

Das Bildungssystem hat die Pflicht,

die Potentiale der Menschen zu entwickeln.

 

Wie klappt Lernen am besten?

Bestimmt nicht im Gleichschritt mit 20 oder 30 ganz unterschiedlichen Konkurrenten! Sondern …

Lernen, das mit Vorbildern und kompetenten Begleitern in angenehmer Atmosphäre ohne Angst sich selbstbestimmt entwickeln kann.

Lernen, das forschend, sich selbst und Neues entdeckend ist, das nicht auf Faktenpauken, sondern Zusammenhängeverstehen ausgerichtet ist.

Lernen, das individuelle und gesellschaftliche Werte erleben und erlernen lässt, die der Persönlichkeit des Einzelnen und unserer gemeinsamen Zukunft in der Gesellschaft dienen.

 

Wie geht denn Lernen? G8 oder G9? Jedes Kind

braucht seine eigene Zeit, bestimmt selbst!

"Lernen geht anders", sagt Prof. Remo Largo. Er sagt auch wie:

Lernen geht anders

 

Glücklich durch richtiges Lernen:

die große Bedeutung positiver Gefühle für das Lernen erläutert Prof. Spitzer auf unterhaltsame Weise:


Wie können wir bestes und erfolgreiches Lernen organisieren?

Bestimmt nicht, indem wir die Kinder mit 10 Jahren abstempeln und aussortieren! Sondern …

Lernen, das jeder Schülerin und jedem Schüler mit eigenem individuellem Lernplan eine individuelle Lern- und Lebensentwicklung zu einer starken, sozialen und demokratisch geprägten Persönlichkeit ermöglicht.

Lernen, das nicht in verschiedenen Schulformen, sondern in einer Schule für alle in den ersten 9 oder 10 Schuljahren stattfindet.

Lernen, das in Wechselwirkung mit der Familie, der Gesellschaft und der Wirtschaft gestärkt wird und kein einziges Kind zurücklässt.

 

Hausaufgaben werden zu Schulaufgaben

 

Lernen und Selbstständigkeit gehören zusammen. Hausaufgaben werden in diesem Zusammenhang immer als Notwendigkeit dargestellt. Wichtig ist aber, dass die Schülerinnen und Schüler ebenso wie ihre Eltern nicht durch Aufgaben, die zur Vertiefung des Lernprozesses selbstständig absolviert werden sollen, unangemessen zusätzlich belastet werden und unterschiedliche häusliche Voraussetzungen und Umstände zu ungerechten und verfälschenden Lernbedingungen mit entsprechenden Lernerfolgen oder Misserfolgen führen. Daher gehören diese Aufgaben im Prinzip in die Schule.

Wie das geht, zeigen bewährte Beispiele aus der Praxis von Grundschule bis Gymnasium, die folgendes Video zeigt:     

Hausaufgaben werden Schulaufgaben als gleiche Chance für alle

hausaufgaben schulaufgaben

 Es gibt sogar die Möglichkeit, dass die Eltern zeitweise in der Schule dabei sind und dadurch den individuellen Lernprozess ihrer Kinder mitbekommen und viel besser ohne gegenseitigen Stress nachvollziehen können. Nachahmung empfohlen!


Vielfalt der Menschen bedeutet Vielfalt des Lernens


Die grundlegenden Wahrheiten des Lebens sind meist einfach und jedem sofort einsichtig. Eine dieser Wahrheiten besagt, dass jeder Mensch einzigartig ist. Diese Einmaligkeit macht uns stolz, sie verdeutlicht, wie wertvoll jeder Einzelne von uns ist. Alle Erfahrungen, die wir mit uns selbst und anderen machen, bestätigen uns die Gültigkeit dieser Wahrheit.
Wir haben sie verinnerlicht und verstanden und brauchen dafür keine wissenschaftlichen Erklärungen, auch wenn es sie natürlich in umfangreicher Form gibt. Wir kennen zum Beispiel den normalen Fingerabdruck oder den "genetischen Fingerabdruck", den in jeder Zelle des Körpers vorhandenen und nachweisbaren individuellen Code der Erbinformationen, die beweisen, dass wir alle Unikate sind, einmalige Einzelversionen der Spezies Mensch.  Der Kinderarzt Prof. Largo erläutert, wie wichtig es ist, Kinder in ihrer eigenen Entwicklung zu fördern, nicht die Vorstellungen der Erwachsenen und Lehrer beim Kind verwirklichen zu wollen ==> Kinder wahrnehmen

Menschliches Lernen, das ein lebenslanger, ständig ablaufender Vorgang ist, der vom Wechselspiel von Körper, Geist und Seele des jeweiligen Menschen und seiner Umwelt bestimmt wird, ist ebenso ein ganz einzigartiger, individueller Vorgang. Das Gehirn jedes einzelnen Menschen entwickelt sich schon vor der Geburt und dann während des ganzen Lebens unter den einmaligen Bedingungen dieses Menschen zu seinem einmaligen Gehirn, mit dem er auf seine eigene Art und Weise lernt und lebt.
Die grundlegende Lebenswahrheit der Einzigartigkeit jedes Gehirns und zwangsläufige Konsequenz der Einzigartigkeit des Lernens kann jeder verstehen. Man muss sich aber fragen, warum wir diese Erkenntnis in unserem Bildungssystem, unseren Kindergärten, Schulen und Universitäten, so gut wie nicht für alle umsetzen.
Die Vielfalt der Menschen und die entsprechende Vielfalt des Lernens sind eine Herausforderung! Glauben wir nicht, dass wir sie bewältigen können? Woanders geht das schon lange! Sehen wir nicht, dass unsere Zukunft davon abhängt?
Was ist eigentlich Lernen? Wie geschieht es und warum wird jedes Gehirn so, wie es der Mensch benutzt, zu dem es gehört? Welche Bedingungen brauchen wir für bestmögliches Lernen jedes Einzelnen? Was können und sollten wir tun, jeder in seinem Alltag, um die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen?
Bei www.netschool.de gibt es schon viele Erläuterungen zum Lernen. Hier bei "AWOL - Individuelles Lernen" gehen wir einige Schritte weiter.  Neben der vorbereitenden und begleitenden Theorie ist das Wichtigste die alltägliche Praxis! Es ist wichtig, die Entwicklung der öffentlichen Meinung und die schrittweise Umsetzung in Richtung des Rechts auf individuelles Lernen im Alltag zu beschleunigen. Wir wollen erreichen, dass in einem von unserem Staat bereits juristisch anerkannten und beschlossenen inklusiven Bildungssystem sich alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihren Behinderungen und Begabungen selbstbestimmt entwickeln können. Dabei ist das individuelle Lernen die Voraussetzung für eine inklusive Gesellschaft, wie sie auch bereits von Teilen der Politik angestrebt wird.

Wer aber sagt, Inklusion zu wollen, muss die staatliche Selektion abschaffen. Inklusion und Exklusion schließen sich aus! Das versteht jeder! Aber keiner wagt es, die selektierenden Schulvorschriften abzuschaffen! Warum wohl? Es gibt zu viele andere Interessen!

 

Inklusion heißt Potenzialentfaltung

 

Inklusiv heißt, dass wirklich jeder von Anfang an dazugehört,

nicht nur die Behinderten mit besonderem Förderbedarf,

sondern alle mit allen verschiedenen Begabungen und Zielen!!!



An alle Schülerinnen und Schüler:

Helft mit! Überlegt, was ihr wollt! Redet mit euren Lehrern! Sprecht mit euren Eltern! Beschließt in den Schulkonferenzen und Entscheidungsgremien, was für alle gut ist!


An alle Erwachsenen mit Verantwortung:

Helfen Sie mit! Unterstützen Sie das notwendige Umdenken! Ermöglichen Sie die notwendigen Veränderungen! Jeder an seinem Platz! Tragen Sie diese Vision in die Öffentlichkeit und erreichen Sie bei der Politik, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden!

 
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