Gesellschaft

 

Die Schule ist der Spiegel

 

der Gesellschaft

 

 

Also scheinen folgende Fakten des

täglichen Bildungswahnsinns zu beweisen:

 

  • Wir wollen anscheinend die Missachtung der Würde aller Kinder, weil wir weiterhin ihre individuellen Begabungen, Interessen, Herkunfts- und Entwicklungsunterschiede ignorieren und sie zwingen, mit anderen 25 oder 30 Kindern gleichzeitig im Gleichschritt zu lernen, sich prüfen und mit ungerechten Schulnoten beurteilen und einstufen zu lassen, was tagtäglich zu Diskriminierung, Kränkung und massiver Behinderung der Lernfähigkeit führt.
  • Wir wollen offensichtlich, dass sie dann gemäß einer fragwürdigen und sehr oft falschen Prognosebeurteilung auf unterschiedliche Schuformen selektiert werden, was ihre Zukunftschancen entscheidend bestimmt und massiv gegen ihr Recht auf Selbstbestimmung und die freie Entwicklung ihrer Potenziale verstößt.

Die Kinder, die in diesem System überleben und erfolgreich sein wollen, werden zwangsläufig zu angepassten Schleimern, die vor allem für Noten und Abschlüsse "Bulimie-Lernen" (Lerninhalte für Tests pauken und dann größtenteils wieder vergessen) praktizieren. Ihre individuelle und gesellschaftstaugliche Persönlichkeitsentwicklung, auf die die Unternehmen angeblich doch so großen Wert legen, bleibt unterentwickelt. Kreativität und Selbstbestimmung bleiben auf der Strecke.

Sie kommen dann als Jugendliche über Notendurchschnitte in Ausbildungsplätze oder an Hochschulen, nach Auswahlkriterien also, die im Prinzip nichts über ihre wirkliche Befähigung für das aussagen, was sie ein Leben lang für sich und die Gesellschaft praktizieren werden. Jeder kann sich eigentlich vorstellen, was dabei herauskommen muss. Aber dafür muss man sich nur umsehen, hinsehen und das Gesehene nicht möglichst schnell verdrängen. Übrigens, Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel! Es geht um die Mehrheit, nicht um die immer vorhandene Ausnahmenminderheit! 

 

Wollen wir in einer solchen Gesellschaft leben,

in der jeder mehr notenbewertetes Objekt als

respektiertes, selbst bestimmendes Subjekt ist?

Im Moment anscheinend ja, denn die Realität ist so.

 

Sind wir dann im Einklang mit unserer eigenen Würde?

 

Prof. Gerald Hüther erläutert einleuchtende kritische Gedanken dazu:

 

 

 

Lebenssinn und eigene Würde in unserer Gesellschaft

 

Wenn wir den Kindern ihre Zukunftschancen nehmen, indem wir diese systematisch behindern, einschränken oder gar zunichte machen, schaden wir uns auch selbst. Wollen wir das alles?

Oder wollen wir das nicht? Warum tun wir nichts dagegen? Weil es immer schon so war? Weil wir selbst auch so leben müssen? Oder haben wir etwa Vorteile dadurch, dass es jetzt so ist, wie es ist, weil wir inzwischen nach der Schule andere zum Objekt machen können? Wollen wir das nur nicht zugeben, um uns damit nicht als gesellschaftsunfähig erweisen zu müssen? Gibt es egoistische Interessen und Ängste, die uns daran hindern, das alltägliche Unrecht und die krasse Ungerechtigkeit in unseren Schulen abzuschaffen? Welche sind das?

Jeder sollte sich mal ehrliche Antworten auf diese Fragen geben, ehrliche, wenn's geht!

Oder haben wir aufgehört, darüber nachzudenken, worum es beim Lernen, bei der Bildung, bei der Entfaltung von Potenzialen geht? Als Erstes doch wohl um die Persönlichkeitsbildung von Menschen und die ist nur möglich durch die Achtung ihrer Menschenwürde!

 

Harald Lesch hat bei Terra X ein paar gute Gedanken dazu als Anregung parat:

 

Harald Lesch vor beschriebener Schultafel

Unser Schulsystem ist Mist

 

Wenn man dann noch den Mut hat, klar und deutlich entscheidende Missstände beim Namen zu nennen und die vielfältigen Ursachen und deren fatale Folgen in unseren Schulen und Universitäten anzuprangern, gelingt die Verdrängung der Probleme bei vielen dann hoffentlich nicht mehr so gut.

Ein leuchtendes Beispiel ist hier Larissa Sarand, eine junge Frau aus Berlin, die Lehrerin werden wollte, es aber dann doch nicht über sich brachte und das Referendariat abbrach. Sie nennt viele Unsinnigkeiten und Unerträglichkeiten beim Namen, die wir alle auch so täglich erleben müssen, und vielleicht hilft es uns dabei, endlich diesen Unsinn nicht mehr ertragen zu wollen und Bedingungen zu schaffen, die diesen Mist verhindern oder wenigstens entscheidend abschwächen. Mit der Wahrheit fängt es an:

 

Bildergebnis für Larissa Sarand

Von platten Ärschen in einem aufgeblähten System

Die Leere in der Lehre

 

 

Dann muss das keine Utopie bleiben:

 

Eine inklusive Gesellschaft

 braucht ein inklusives Bildungssystem

und ein inklusives Denken und Handeln in allen Bereichen

 

Das Menschenrecht der gleichberechtigten Teilhabe für alle Menschen von Anfang an und ohne Einschränkungen (und nicht nach dem oft erlebten Motto: „Alle Menschen sind gleich, aber manche sind gleicher.“) ist nicht teilbar und für jeden gültig. Diese Selbstverständlichkeit, die in unserer Gesellschaft leider noch keine selbstverständliche Wirklichkeit ist, gilt es, zum Nutzen aller jetzt zügig und konsequent zu verwirklichen. Umfangreiche Aufklärung und klare Herausstellung der Widerstände und Widersacher können ein Umdenken ermöglichen. So ist ein wünschenswerter weitgehender Konsens, eine möglichst umfassende Übereinstimmung der vielen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen möglich.

Wenn jedem klar ist, dass Inklusion für die große Mehrheit unserer Gesellschaft langfristig entschieden mehr Vorteile als Nachteile bringt und letztlich jeder davon profitiert, dürfte es möglich sein, vordergründige Bedenken und Ängste, die meist auf Vorurteilen und Unwissen beruhen, zu überwinden. Dabei geht es nicht nur um Menschen mit Handikaps, sondern um alle, die benachteiligt oder ausgesondert sind oder ihre Begabungen nicht einbringen und nicht gleichberechtigt in allen Bereichen teilhaben dürfen. Eine wahrhaft gesamtgesellschaftliche Aufgabe!

Es gibt natürlich im Moment auch noch genügend Profiteure unseres jetzigen Systems oder solche, die sich dafür halten, die ihre Macht oder sonstigen gesellschaftlichen Vorteile nicht abgeben wollen. Sie zu identifizieren und ihre Privilegien nicht länger zu dulden, gehört zu den Aufgaben, die mit Zivilcourage und Engagement angepackt werden müssen. Aber diese Aufgaben sind für eine große, dem Gemeinwohl verpflichtete Mehrheit gemeinsam gut zu bewältigen.      

 

Das Motto kann nur lauten:

 

Jede Begabung fördern, alle Menschen achten,

wirklich keinen zurücklassen und aussortieren,

eine menschliche Gesellschaft schaffen,

in der das Wohl des Einzelnen

und das Wohl der Gemeinschaft sich gegenseitig ermöglichen

und zum optimalen Erfolg hin steigern.

 

Wichtig ist, dass wir uns ständig bewusst machen, was wir unseren Kindern in der Schule täglich antun und was wir schnellstmöglich ändern sollten. Das Bewusstsein dafür ist allgemein nicht genug entwickelt, so dass zu häufig die Bereitschaft da ist, den momentanen Zustand hinzunehmen, als "normal" anzusehen (Motto: "Es war immer schon so!") oder nicht an Veränderungsmöglichkeiten zu glauben.

 

Im folgenden Film wird die Verantwortung und große Bedeutung der Zusammenarbeit der Eltern mit den Bildungseinrichtungen von Anfang an herausgestellt und anschließend besonders die Beschämung und Behinderung der Kinder durch die Notengebung erläutert, ein zentrales Problem der Schule!

 

Was wir

 

Dann könnten viel mehr Menschen

auch mal an Glück denken!

Danach streben doch alle.

Darauf haben alle ein Recht!

 

 www.oups.com

Quelle: Oups

Respekt/Liebe + Respekt/Liebe = Glück oder Herz + Verstand = Glück oder ...

 

Wie können wir da unserem persönlichen und gesamtgesellschaftlichen Streben nach Glück und Zufriedenheit näher kommen und vor allem auch Kindern dabei helfen und eine gute Zukunft sichern?

 

Glück ist sicher etwas ganz Individuelles.

 

 

Aber es gibt selbstverständlich einige gesellschaftliche Voraussetzungen,

die das Streben danach erleichtern oder erschweren.

Ein paar Tipps von Prof. Burow:

http://www.olaf-axel-burow.de/index.php/veroeffentlichungen

 

Noch ein Vortrag von Prof. Burow:

http://www.edugroup.at/bildung/news/detail/gluecksfaktor-bildung.html

 

 Schulfach Glück

OStD F.Schubert

führte das Schulfach "Glück"ein.

Schulfach Glück

Glück in der Schule

 

Prof. Burow "Positive Pädagogik"

 Schulglück

  Prof. Burow

"Positive Pädagogik"

 Und wie steht's mit der


 Chancengerechtigkeit? 

 

Wie steht's mit den Chancen auf Glück für alle?

In Bayern am schlechtesten...

 http://www.chancen-spiegel.de/chancenspiegel/chancengerechtigkeit.html

 

Dr. Eckart von Hirschhausen zum Glück:

 

 eigene Stärken stärken! 

 

Glück 


 

 Viele gute Anregungen, um über Glück nachzudenken und das eigene Glück aktiv anzupacken:     

http://www.hirschhausen.com/glueck/siebenDinge.php   

 

 

Über Glück nachzudenken und der Realität ins Auge zu sehen,

braucht viel Kraft und Mut,

wenn man sich die Vermögensverteilung in Deutschland ansieht.

 

 

Soziale Gerechtigkeit,

 

ein "schlechter Witz"?

 

 

Es ist viel schlimmer, als wir uns vorstellen können:

 

 

Vermögensverteilung in Deutschland

Wer die Einzelheiten wissen will, kann hier nachlesen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ungleichheit-bei-vermoegen-wenn-fdp-waehler-zu-sozialisten-werden-a-1158432.html

 

 Eine wichtige Feststellung in diesem Artikel bei "SPIEGEL ONLINE" ist:

"Während die Befragten also im Schnitt davon ausgingen, dass das reichste Fünftel 53 Prozent des Nettovermögens besitzt, waren es laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2013 sogar 74 Prozent. Das Nettovermögen berechnen die amtlichen Statistiker, indem sie das Geldvermögen (Bankkonten, Wertpapiere, Lebensversicherungen) und den Immobilienbesitz addieren und davon die Schulden und Hypotheken abziehen. Daher dürfte sich der Wohlstand in Wirklichkeit noch massiver beim obersten Fünftel ballen. Denn in die Statistik fließen weder Betriebsvermögen noch Sachvermögen in Form von Schmuck, Kunstsammlungen oder Gold mit ein.

Beim ärmsten Fünftel vermuteten die Befragten immerhin noch knapp fünf Prozent des gesamten Nettovermögens - statistisch besitzen die unteren 20 Prozent gemeinsam jedoch weniger als nichts, in der Summe sind ihre Schulden also höher als der Wert ihres Besitzes.

 

Nur ein Prozent des Nettovermögens entfällt auf die ärmere Hälfte

der Bevölkerung, die restlichen 99 Prozent auf die reichere Hälfte." (Zitat Ende)

 

Diese Ungerechtigkeit ist nur schwer schnell zu ändern.

Bei der Bildungsungerechtigkeit, die eine wesentliche Ursache

für die Vermögensungerechtigkeit ist, ließe sich

sicher wirklich, nachhaltig und relativ schnell viel ändern:

 

Eine wesentliche Voraussetzung für eine die Zukunft erfolgreich angehende Gesellschaft, in der jeder gleiche Chancen auf Teilhabe in allen Bereichen hat, ist die uneingeschränkte Achtung des Einzelnen durch eine inklusiv eingestellte Gesellschaft. Eine inklusive Gesellschaft ist wiederum nur möglich mit einem inklusiven Bildungssystem und ein inklusives Bildungssystem ist nur möglich mit individueller Förderung durch überwiegend individuell optimiertes  Lernen in einer kooperierenden Gemeinschaft. Das bedeutet ganz einfach gesagt: die Stärken jedes Einzelnen stärken und die Vielfalt aller als Bereicherung sehen!

Diese fruchtbare Wechselbeziehung zwischen dem Einzelnen und der Gesellschaft kann wiederum nur ehrlich und ganzheitlich funktionieren. Sie funktioniert nicht, wenn sie halbherzig und mit faulen Kompromissen angegangen und praktiziert wird.  

Passen wir die Institutionen den Begabungen und Bedürfnissen der Menschen an, und versuchen wir nicht, die Menschen den Interessen und im Moment unzureichenden Angeboten der Institutionen anzupassen.

 

Wie sieht es aus in unserer Gesellschaft?

Wer hat sich auf den Weg gemacht und wer (noch) nicht?

Wie wird ein Konsens möglich?

Was kann ich tun? Was kannst du tun?

Selektion abschaffen und Inklusion möglich machen!

 

 

Damit wir wieder in den Spiegel gucken können ...

 
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